Integrierte Gruppen- und Einzeltherapie

Schwerpunktmäßig und regelhaft biete ich in meiner Praxis eine Behandlung in Form einer integrierten Gruppen- und Einzeltherapie an. Dies bedeutet, dass die Behandlung sowohl in Einzelsitzungen, als auch in Form von Gruppensitzungen mit anderen Patient/innen stattfindet.

In einem ersten Schritt werden 12 Sitzungseinheiten einer Kombinierten Gruppen- und Einzeltherapie beantragt (sog. Kurzzeittherapie 1), die um weitere 12 Sitzungseinheiten (Kurzzeittherapie 2) verlängert werden können. Danach kann eine Umwandlung der Therapie in eine sog. Langzeittherapie erfolgen. Insgesamt können in dem von mir angebotenen Verfahren einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie 80-100 Sitzungen durchgeführt werden.

Warum Gruppentherapie?

In einer Gruppenpsychotherapie erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Gespräch und im Umgang miteinander, wie sie ihre Beziehungen zu anderen Menschen gestalten. Sie lernen, eigene Gefühle und Empfindungen sicherer wahrzunehmen und lernen gleichzeitig auch, anderen Menschen mit deren Bedürfnissen, Beweggründen und Sichtweisen offener zu begegnen. Im Gruppenprozess wird immer wieder erlebbar, dass seelische Symptome wie z. B. Depressionen, Ängste, Panikattacken, Zwangsgedanken oder psychosomatische Reaktionen auch als Ergebnis misslingender zwischenmenschlicher Beziehungen verstanden werden können – ein wichtiger Schritt, um Beziehungen künftig verträglicher gestalten zu können.

„Eine Gruppe ist mehr als die Summe ihrer Mitglieder“

In einer Gruppensitzung bekommen die Teilnehmenden immer wieder Rückmeldungen von mehreren, ganz unterschiedlichen Menschen – nicht nur vom Therapeuten. Dies erweitert die Perspektivenvielfalt in bedeutsamer Weise. Die Teilnehmenden machen z. B. die Erfahrung, dass andere Menschen ihre Probleme ganz anders angehen. Gruppenmitglieder erleben immer wieder und gerade zu Beginn einer Therapie sehr schnell eine besondere „Kraft der Therapiegruppe“. Die Gruppe wird zu einem stärkenden Ort, der Halt bietet, und im geschützten Gruppenmiteinander auch dazu ermuntert, von eigenen konfliktträchtigen Beziehungen und damit verbundenen seelischen Verletzungen bzw. Verletzlichkeiten zu berichten. Dies kann im Gruppengespräch immer wieder von verschiedenen Seiten angeschaut und gründlicher verstanden werden – eine wichtige Voraussetzung dafür, um eigene Lösungswege für sich selbst aufspüren zu können. Das neu erworbene Verständnis kann dann zwischen den Sitzungen im Lebensalltag erprobt und zur weiteren Entwicklung wieder in die Gruppe eingebracht werden.