Was bedeutet tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?

In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie geht es zunächst um eine gemeinsame Betrachtung der oft vielfältigen Symptome und Beschwerden, mit denen ein Patient/eine Patientin die Praxis aufgesucht hat. Darüber hinaus geht es um ein nach und nach vertiefteres Verständnis für die eigenen inneren Bedürfnisse und Wünsche, aber auch Ängste und Hemmungen, deren Zusammenspiel Einfluss auf unser Beschwerdeerleben, unsere Lebenszufriedenheit und auch das Erleben von Beziehungen zu uns wichtigen Menschen nimmt. Dies geschieht bei jedem Menschen auf die jeweils eigene Art und Weise.

Wir treffen unsere Lebensentscheidungen nicht selten vor dem Hintergrund uns nur im Ansatz bewusster, manchmal auch gänzlich unbewusster Motive.

Der eigene Spielraum, mit den jeweils eigenen Bedürfnissen und Wünschen, aber auch Ängsten und Hemmungen umzugehen, ist das Ergebnis unserer bisherigen Lebenserfahrungen, insbesondere auch der lebensgeschichtlich frühen Erfahrungen im Umgang mit für uns wichtigen Beziehungspersonen, z. B. den Eltern.

Im Zentrum der tiefenpsychologisch fundierten Herangehensweise stehen immer wieder die folgenden Bereiche: das Beziehungserleben zu wichtigen Menschen (auch z. B. den Menschen in einer Therapiegruppe), die persönlich erlebten Konflikte sowie die Betrachtung und Bezugnahme zur eigenen Lebensgeschichte.